Tipps zur Welpenerziehung

 

1.) Sozialisation
2.) Stubenreinheit
3.) Spielzeug
4.) Beißhemmung
5.) Alleinsein
6.) Erlernen des Namens
7.) Blickkontakt

 

1.) Sozialisation:

Im Spiel mit den Eltern bzw. der Mutter und den Wurfgeschwistern hat Ihr Hund bereits die Körpersprache der Hunde erlernt. Doch dies muss geübt werden, sollen diese Ansätze nicht verloren gehen. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr Liebling so oft wie möglich mit Hunden verschiedenen Alters, Geschlechts und Rasse spielt. Es versteht sich von selbst, dass er dabei keine negativen Erfahrungen machen darf. Aber i.a. weisen die Besitzer schon im Vorfeld darauf hin, wenn ihr Hund nicht gut auf andere zu sprechen ist. Ansonsten sollte man bei unbekannten Hunden sicherheitshalber kurz nachfragen. In der sogenannten „Sozialisierungsphase“ ist ein Hund für alles Neue sehr empfänglich. Nützen Sie diese natürliche Neugier und machen Sie Ihren Hund mit allem, was er einmal kennen sollte, behutsam vertraut. Fahren Sie mit ihm Auto, gehen Sie in die Stadt, stellen Sie ihm andere Tiere und Personen (bes. Kinder) vor. Halten Sie nicht den gewöhnlichen Alltagsrummel von ihm fern (siehe Checkliste Sozialisation).

 

2.) Stubenreinheit:

Achten Sie einfach darauf, wann Ihr Hund unruig wird, und bringen Sie ihn dann möglichst schnell zu einem geeigneten Platz. Mit großer Wahrscheinlichkeit „muss“ ihr Hund nach dem Aufstehen, nach jeder Mahlzeit, mit acht Wochen ca. stündlich; mit 12 Wochen ca. alle drei Stunden, vor der Schlafengehen, immer, wenn er angelegentlich zu schnüffeln beginnt und wenn er sich durch Winseln meldet Bestimmen Sie den Toilettenplatz. Zeigen Sie ihm gleich nach der Ankunft im neuen Heim, wo sich dieser befindet. Haben Sie Geduld und belohnen Sie den Erfolg mit Streicheln und Lob. Sollten Sie bereits Leckerli dabei haben, geben Sie ihm eines davon für seine brave Tat! Und bitte entfernen Sie die Häufchen täglich bis auf ein einziges. Das reicht zum Wiederauffinden des Örtchens. Ob Sie Ihren Hund daran gewöhnen wollen, sich im Garten zu erleichtern, bleibt Ihnen überlassen. Es ist aber zu bedenken, dass es immer dann, wenn man selbst daran gehindert ist, mit dem Hund hinauszugehen, ein großer Vorteil ist, wenn der Hund für sein Geschäft mit dem Garten Vorlieb nimmt.

Das sollten Sie vermeiden: Sollten Sie zuhause einen „Unfall“ entdecken , so rufen Sie keinesfalls den Hund zu sich, um mit ihm darüber zu „diskutieren“. Stellen Sie sich vor, ihr Hund kommt Ihnen vertrauensvoll entgegen und Sie schimpfen ihn aus! Sollte er tatsächlich angeschlichen kommen, dann ist es nicht „das schlechte Gewissen“, das ihn dazu veranlasst, sondern Ihre Körpersprache! Er begreift sehr wohl, dass Sie sauer sind, weiß aber nicht warum.

 

3.) Spielzeug:

Wählen Sie Spielzeug, das möglichst wenig Ähnlichkeit mit häuslichen Gebrauchsgegenständen hat. Geben Sie Ihrem Hund geeignetes Material, um sein Nagebedürfnis zu befriedigen. Dies gilt besonders, aber durchaus nicht ausschließlich während der Zeit des Zahnens. Bevorzugen Sie Such-, Renn- und Geschicklichkeitsspiele. Zerrspiele sollten nur dann gespielt werden, wenn sie nach strengen von Ihnen aufgestellten und durchgesetzten Spielregeln erfolgen. Niemals darf Ihr Hund Sie bei Zerrspielen „aus Versehen“ zwicken! Hunde können ihre Zähne äußerst exakt einsetzen. Ein Beißen aus Versehen kommt praktisch nicht vor!

 

4.) Beißhemmung:

Lehren Sie Ihren Hund mit menschlicher Haut extrem vorsichtig umzugehen!! Jaulen sie auf, wenn der Hund das von Ihnen bestimmte Schmerzlimit überschreitet. Sollte er nicht sofort aufhören mit der heftigen Knabberei, so brechen Sie dieses Spielchen ab und verlassen für wenige Minuten den Raum.

 

5.) Alleinsein:

Verlassen Sie vom ersten Tag an kommentarlos den Raum für wenige Minuten, wenn Ihr Hund satt und zufrieden ist. Verabschieden Sie sich nicht und veranstalten Sie beim Zurückkommen keine überschwängliche Begrüßungszeremonie. Loben und belohnen sollten Sie ihren Hund natürlich, wenn er ruhig auf Sie gewartet hat.

 

6.) Erlernen des Namens:

Rufen Sie Ihren Hund bei seinem Namen und loben Sie ihn, wenn er Sie daraufhin anschaut. Sagen Sie immer seinen Namen, wenn er Sie anschaut. Beginnen Sie erst mit allen anderen Übungen, wenn Ihr Hund verlässlich auf seinen Namen reagiert!

Sie haben nun einen Hund, der seinen Namen kennt. Nun können Sie ihn zu sich rufen. Gehen Sie rückwärts und locken Sie ihn mit dem Kommando „NAME.... KOMM!“ Machen Sie stets den Unterschied zwischen dem Ansprechen und dem Kommando!

 

7.) Blickkontakt:

In vielen Trainingssituationen ist es hilfreich, wenn unser Hund uns anblickt und wir damit seine Aufmerksamkeit haben. Blickkontakt aufzubauen und zu halten fällt einem Hund jedoch nicht leicht. Aus diesem Grund darf der Blick niemals als Strafmittel eingesetzt werden. Das würde den Hund sehr verunsichern. Rufen Sie den Hund bei seinem Namen und halten Sie ein Stück Futter in Stirnhöhe. Jetzt muss Ihr Hund Sie ansehen. Fordern Sie ihn mit einem festgelegten Wort zum Anschauen auf („Schau her!“) und belohnen Sie ihn für seinen Mut.